Frühjahrsputz .. im Kopf .. am Strand

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Ich hatte ja keine Ahnung, dass die Nordsee so schön sein kann. Das letzte Wochenende  habe ich mit Jana in Wissant, Frankreich verbraucht, um mal zwischen Bachelorarbeit und Gründung wieder Energie und Perspektive zu gewinnen. Man kann Zuhause wirklich die noch so schönen Sachen machen .. wenn es Alltag wird, weiß man sie nicht mehr so zu schätzen bis man ein wenig Abstand gewinnt.

Wir haben viel in unseren Strandstühlen gelegen und laaange gelesen und sind noch länger am  schönen Strand von Wissant spazieren gegangen. Das Wasser war grün und das Wetter größtenteils warm und windig. Ins Wasser bin ich allerdings nicht gegangen. Es war mir  doch einfach kalt war, mal abgesehen von dem Fakt, dass ich mit großer Wahrscheinlichkeit von einem der 1000 Kitesurfer erlegt worden wäre. Außerdem hatte ich zu spannende Bücher dabei. Je nach Laune habe ich zwischen Robert Jordan (Das Rad der Zeit) und Michael Port (The Tink Big Revolution) hin und her gewechselt.

Da wir schon Mittwochabend angereist sind, war ich bis Freitag schon etwas lockerer. In letzter Zeit habe ich mich oft dabei beobachtet wie ich viele Dinge ungewohnt ernst genommen habe, was für mich immer ein großes Warnzeichen ist. Mir ist es sehr wichtig die Projekte, für die ich mich entschieden habe, auch wirklich gut zu machen, aber nicht um jeden Preis. Wenn ich merke, dass ich bei Problemen verkrampfe, statt sie als natürliche Herausforderungen zu sehen, mache ich in der Regel eine Pause. Mit genügend Abstand finde ich in der Regel immer eine intelligente und kreative Lösung.

So ist gegen Freitagabend in meinem Kopf die Idee entstanden meine GTD Struktur radikal zu vereinfachen. GTD steht für „Getting Things Done“, eine Methode die David Allen entwickelt hat, um effizienter und belastungsfreier zu Arbeiten. Seit drei Jahren nutze ich dieses System, um alle meine großen und kleinen Projekte vom Studium, über Campus for Company und meinem eigenen Unternehmen bis zu Urlaubsplänen und meinem Haushalt zu managen. Das System hat mit der Zeit an Komplexität immer mal wieder zu- und abgenommen. Es war jedenfalls mal wieder an der Zeit zu entschlacken. Das Gefühl danach war einfach herrlich, als hätte ich in meinen Kopf einen Frühjahrsputz veranstaltet.

 

Was machst du, um in deinem Kopf aufzuräumen?

 

Ben