Erfahrungen prägen uns .. Tatsache!

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Ich entwickle mich durch die Erfahrungen, die ich mache .. offensichtlich .. ich weiß. Aber machen wir uns das noch mal richtig klar. Ich sehe mich als ein durch innere und äußere Einflüsse veränderbares System. Ich kann lernen und verändere mich dadurch selbst. Die Anpassung an meine derzeitige Umwelt und Aufgaben kann durch das was ich werde besser oder schlechter werden. Wenn ich zum Beispiel einen Master of Business Administration mache, forme ich dadurch meine kognitiven Strukturen hoffentlich so, dass ich besser geeignet bin ein Unternehmen zum Erfolg zu führen als vorher. Spannender wird es, wenn man sich den Transfer gewisser Eigenschaft anschaut, die in einem Bereich entwickelt wurden und auf einen anderen übertragen werden. Zum Beispiel ist es bekannt, dass die Harvard Business School auch gerne nicht BWLer aufnimmt, die dafür aber zuvor eine Karriere beim Militär verfolgt haben oder Leistungssportler waren. Warum glaubt die HBS, dass solche Menschen besonders geeignet sind? Weil sie weiß, dass die Erfahrungen die man z.B. beim Militär sammelt gewisse Komponenten in uns fördern, die positiv mit Erfolg in Unternehmen korrelieren, wie zum Beispiel Disziplin, Teamgeist und Führungskompetenz.

Überleben Land in Schongau 2003

Die meisten Sportler werden keine Weltranklisten-Kandidaten. Warum sollten wie also überhaupt erst damit anfangen? Warum legen Eltern so viel Wert darauf, dass ihre Kinder in einem vernüftigen Verein Sport treiben? Meiner Meinung nach, weil Sport gewisse Komponenten in uns fördert, die unsere Erfolgschancen steigern, wie Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen, Zielstrebigkeit und ein sportlicher Sinn für Konkurrenzkampf. Das selbe gilt für andere Hobbys wie das Spielen von Instrumenten, Lesen, Schreiben, selbst Computer spielen.

Es geht nicht nur darum Spaß oder Erfolg in diesen Bereichen unseres Lebens zu haben, sondern auch darum was sie aus uns machen. Jeder dieser Bereiche ist gleichzeitig auch ein Spiegel für uns in unser Innenleben. Jede Tätigkeit oder Erfahrung transformiert und prägt uns und bietet uns Gelegenheit für Feedback über uns selbst, wenn wir auch bereit sind zu zuhören. Auch Jim Rohn, ein kürzlich verstorbenes Vorbild von mir, hat gesagt, dass es nicht um das Ziel selbst geht, sondern was es aus uns macht. Wir machen so viele Erfahrungen, doch die meisten bewerten wir nach Erfolg oder Misserfolg, wobei wir auch fragen können was sie auch uns gemacht haben.

Auch die Art und Weise wie wir einer Tätigkeit nachgehen verrät uns selbst viel über uns selbst und sie beeinflusst erheblich wie uns die Tätigkeit prägt. Es ist schwer Bedeutung in der Arbeit als Reinigungskraft bei einem Fastfood Restaurant zu entdecken, wenn man nur Erfolg oder Misserfolg sieht. Wenn ich aber als diese Reinigungskraft immer nach bestem Wissen und Gewissen arbeite, um für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen und auch für meine Kollegen und Kunden ein hilfreicher Gesprächspartner bin, wird dies meinen Charakter prägen und Komponenten in mir fördern und Bedürfnisse befriedigen, die ein mehr schlecht als rechter Top-Manager vermissen mag. Die Frage ist doch, ob wir uns wirklich im Alltag dessen bewusst sind, dass wir uns durch unsere Erfahrungen entwickeln und wie aktiv wir auf diese Entwicklung Einfluss nehmen können?